Revolution

 

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Von langer Hand geplant, wurde in den Sommerferien 2007 die Revolution im Dackelclub angezettelt! Die Gelegenheit war günstig, denn Karl, unser Präsident, verbrachte mit seiner Familie den Jahresurlaub in Welschland. Heute heißt dieses Gebiet Frankreich - oder so ähnlich.

Es geschah an einem ganz normalen Dienstagabend in unserem Stammlokal, als der Kassenwart zufällig bemerkte, dass die Anwesenden die Mehrheit der Stimmen auf sich vereinten. Die Gelegenheit war günstig! Jetzt oder nie! Dem Aufruf, sich nun endlich vom Joch des Präsidenten zu befreien, konnte niemand widerstehen. Selbst die beiden Neuen wurden vom allgemeinen Fieber angesteckt.

Nach kurzer aber unsinniger Beratung wurde einstimmig unser Dackel, Bodo von der Hermannsklause, zum Präsidenten ausgerufen. Stumm vor Glück ließ Bodo alles über sich ergehen und quittierte die Frage, ob er die Wahl annähme, mit einem Kopfnicken. Es war vollbracht!

Flugs wurde dem Ex-Präsidenten per SMS mitgeteilt, dass er seines Amtes enthoben und aus dem Vorstand entfernt sei. Es wurde ihm gleichzeitig das große Glück zuteil, unser einziges Clubmitglied zu sein! (Sie erinnern sich, dass unser Club bisher nur aus Vorstandsmitgliedern bestand?) Karl trug nun die Mitgliedsnummer 1 - welch eine Ehre!!!

Ganz unvorbereitet konnten ihn die Vorgänge des Abends nicht getroffen haben, erhielt er doch am Morgen des Tages eine SMS mit der Botschaft: "Liebes Präsidentlein, heute Abend wirst Du geschlachtet!"

Was folgte waren Wochen der Unbeschwertheit. Der neue Präsident Bodo kümmerte sich um nichts, und wir kümmerten uns um uns. Alles ging seinen Gang.

Dann kam der erste Abend, an dem das "neue" Mitglied Nr. 1 an der Versammlung teilnahm. Es war schockierend zu sehen, was mit unserem Ex-Präsidenten passiert war. Vor uns saß ein gebrochener Mann. In sich gesunken, mit eingefallenen Wangen und glanzlosen Augen erzählte Karl von seinem "Scheiß-Leben". Wir waren erschüttert, die Angst um unser Mitglied Karl stieg in uns hoch. Was war nur geschehen?

Viel später erzählte uns Karl davon, dass es ihm plötzlich wie Schuppen aus den Haaren gefallen sei, dass er sich nunmehr ausschließlich um die Langweiligkeiten des Lebens, nämlich seine Familie und seine Firma, zu kümmern hatte. Bar jeder Verantwortung für so etwas Wichtiges wie unseren Dackelclub, hatte ihn jeglicher Lebenswille verlassen.

Wir mussten handeln, um Schlimmeres zu verhindern. Was, wenn er aus lauter Frust anfing, das Trinken zu verweigern? Was tun, wenn er aus heiterem Himmel anfing, gesund zu leben? Die Schreckensvisionen wuchsen und wuchsen. Jawohl, wir mussten handeln!

Da am 16.08.2007 unsere dritte Mallorca-Wallfahrt anstand, schien es angemessen, unseren Ex im Vorfeld wieder zum Fürsten aller Dackel, obersten Heerführer und GröFaZ zu ernennen. Selbst der Kassenführer genierte sich nicht, einen Toast auf den neuen alten Präsidenten auszubringen und war sich auch nicht zu schade, ihm gleichzeitig den Titel "der Unsterbliche" anzutragen. Mit gut gespielter Zurückhaltung nahm Karl die Wahl und den Titel an.

Nun herrscht wieder Ordnung im Club. Karl strahlt wieder und kann nicht aufhören, uns von seinem Scheiß-Leben zu erzählen - mit leuchtenden Augen! Alles geht seinen Gang.

Manchmal, ganz selten zwar aber immerhin manchmal, fragt sich der Kassenführer, ob die Wiederwahl des Präsidenten nicht doch ein Fehler war. Warten wir es also ab. Es bleibt langweilig!

Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass unser ehemaliger und jetziger Präsident (in Personalunion) einige der SMS-Botschaften "gerettet" hat. Er besteht darauf, diese inkl. seiner Anmerkungen in die Welt zu verblasen! Nun, wenn es denn schön macht. Hier können Sie die Chronologie der Entmachtung verfolgen:

SMS - Chronologie

 

 

Das Foto zeigt unseren "lieben" Präsidenten Karl im Kreise seiner "treuen" Vorstandsmitglieder anlässlich unserer Mallorca-Wallfahrt 2007

v.l.n.r.:

Harald (Vorstandsvorsitzender), Günther (Vorkoster), Wolfgang (2. Vorsitzender), Alexander (Kassenwart), Karl (Präsident), Christian (Vorstands-Azubi)

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